DAS ATELIERHAUS

Das Tragsystem des Atelierhauses beruht auf einer Struktur aus in einem Raster von 5.20 x 5.20 angeordneten Stahlbeton-Rundstützen, d = 30 cm, zwei Stahlbeton-Flachdecken von jeweils 22 cm Querschnitt, sowie den dazugehörigen aussteifenden Wandscheiben und Fundamentierungen. Der alten Brandwand wird eine komplette zweite neue Brandwand vorgestellt. Das Haupttragwerk des Daches besteht ebenfalls aus zwei unterschiedlich dicken, und leicht verschieden hohen Stahlbetondecken. Über der einen befindet sich dann ein gut durchlüftetes leicht geneigtes Pultdach mit Zinkabdeckung, während der kleinere, der Brandwand direkt benachbarte Dachteil als Gründach konzipiert ist.

Die Etagen werden von einem innenliegenden und von Osten her lichtdurchfluteten Treppenhaus erschlossen, dessen Schaustück die filigrane einläufige Stahltreppenanlage mit ihren Belägen aus Basaltlava ist. Entsprechend der Frankfurter Altbauten besteht die erste der Stufen jedoch aus einem Sandstein-Block. Die gesamte Nordfassade, schließlich handelt es sich um ein "Atelierhaus", ist durchgängig mit einer jeweils geschosshohen Pfosten-Riegelfassade verglast und benötigt keinerlei Sonnenschutz. Jedoch gelangt zusätzliches Tageslicht und sogar Sonnenschein von Süden her über den Luftraum des Treppenhauses "von hinten" durch F-30 Glas-Oberlichter hindurch in die Atelierbereiche des ersten Obergeschosses. Im zweiten Geschoss hingegen übernimmt dies hauptsächlich ein durchlaufendes schmales Oberlichtband unterhalb der Pultdachtraufe.


Diese Primärstrukturen des Baus, die Sichtbetonstützen, Sichtbeton-Unterdecken, eine verputzte und zwei mit Fassadenelementen aus Lärchenholztafeln bekleidete Mauerwerk/Betonwandteile, sowie die dominierende Verglasung der Holzskelett-Pfosten-Riegelfassade nach Norden bleiben aber allesamt zurückhaltend und ergeben dadurch einen idealen Hintergrund für feingliedrige Ausbaudetails und Akzentuierungen durch Materialien sowie die Möblierung der Ateliers. Deren Bodenbeläge bestehen aus 20 mm starkem Hochkant-Lamellenparkett.
Die die Treppe begleitende große und hohe Treppenhauswandfläche der Brandwandinnenseite wurde von italienischen Stukkateuren als Frankfurter Musterfläche in Marmorstaubputz aus gelöschtem Sumpfkalk gespachtelt.


Der Zuschnitt und die Aufteilung einzelner Einheiten in den beiden Geschossen, deren Nutzfläche jeweils ca. 150 m2 beträgt, erfolgte nach den Anforderungen und der Auswahl der Benutzer und ist auch für die Zukunft flexibel.

>> DAS ANNEX-GEBÄUDE

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