Kleiner Tannenwald in Bad Homburg vor der Höhe
"Sicherung+ Wiederherstellung des Gartendenkmals"

Die Neukonstruktion der Fußgängerbrücke:
In Zusammenarbeit mit Kristina van Loyen

Wie auch das Landschaftsmodell im Maßstab 1:100 zeigt ist die künstliche Insel wirklich sehr klein. Die Brücke sollte daher, so der Gedanke, mit dem inselseitigen Auflager möglichst ebenfalls zurückhaltend bleiben. Der Brückenkopf auf der Uferseite hingegen verträgt durchaus etwas mehr an Stärke und kann als „Ausgangsbasis“ ruhig etwas mehr in Erscheinung treten.

Die Hauptträger aus Stahl sind eingerückt um die ganze Konstruktion schlanker und leichter sowie unscheinbar wirken zu lassen, die auskragenden Seitenträger führen zu einem Wechsel in der Belags- Richtung der Holzbohlen, was diesem Effekt ebenso hilft. Seitlich aufgebrachte L-Profile aus Stahl schließen diese Primär- Stahlbaukonstruktion ab. Die hölzernen Geländer, die an die historische Vorlage angelehnt sind sitzen optisch auf dem Belag. Sie sind in Element-Rahmen zusammengefaßt und haben aus statischen Erwägungen sowie für eine leichtere Bauunterhaltung Pfosten mit stählernem Kern.

Die Rekonstruktion des Kolonnaden-Tempels nach historischem Original:
Kunsthistorische Erarbeitung der Rekonstruktion + Projektleitung: Christine Wanitschek

Der weiße Gartentempel wird auf der künstlichen Insel als Leimholz- Konstruktion neu errichtet. Eine sechseckige Grundrißform ist vorgegeben, paarweise sind die Säulen den Ecken zugeordnet wie es die Geometrie vorgibt. Die sich verjüngenden Säulen mit profilierter Basis und Elementen der ionischen Kapitellform tragen das profilierte Gebälk als obestern Abschluß... Eine gute Fern- und Nahwirkung haben größere, diagonal gestellte Voluten, deren floraler Charakter sehr gut zu einem Gartentempel passen. Die Säulen werden aber auf einem Sandstein- Sockel gegründet. Der Innenraum des Tempels ist nach oben offen.